Strategie

Nachhaltige Unternehmensführung

Der Volkswagen Konzern hat sich zu einer nachhaltigkeitsorientierten, transparenten und verantwortungsbewussten Unternehmensführung verpflichtet. Größte Herausforderung, dies auf allen Ebenen und in allen Stufen der Wertschöpfungskette zu leben, ist unsere Komplexität mit zwölf Marken, fast 600.000 Beschäftigten und 118 Produktionsstandorten. Wir folgen den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und setzen auf eine konzernweite Nachhaltigkeitskoordination, ein vorausschauendes Risikomanagement und klare Rahmen für den zukunftsorientierten Umgang mit Umweltthemen, Mitarbeiterverantwortung und gesellschaftlichem Engagement bei den Marken und in den Regionen. Die Vergütung des Konzernvorstands ist am langfristigen Unternehmenserfolg ausgerichtet.

Leitlinien und Grundsätze

Basis und Rückgrat unserer strategischen Nachhaltigkeitsziele sind Selbstverpflichtungen und Grundsätze, die konzernweit gelten. Dazu gehören folgende:

  • Volkswagen Konzernwerte: Sieben Werte definieren unsere Haltung. Dies sind Kundennähe, Höchstleistung, Werte schaffen, Erneuerungsfähigkeit, Respekt, Verantwortung und Nachhaltigkeit (2002). 7
  • Volkswagen Nachhaltigkeitsleitbild: 2002 anlässlich des UN-Weltgipfels in Johannesburg (Südafrika) verabschiedet, gibt es konzernweit den Rahmen für nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Handeln vor. 8
  • Verhaltensgrundsätze des Volkswagen Konzerns (Code of Conduct): 2010 eingeführt, gelten sie konzernweit und helfen Führungskräften und Mitarbeitern, mit rechtlichen und ethischen Herausforderungen bei ihrer täglichen Arbeit umzugehen. 9
  • Bekenntnis zum Global Compact der Vereinten Nationen: 2002 hat sich der Volkswagen Konzern zur Förderung von Menschenrechten, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung verpflichtet. Das Bekenntnis wurde 2013 um das sogenannte CEO Water Mandate erweitert, das auf den sorgsamen Umgang mit Wasser abzielt.

Weiterhin stellen wir bei unserem Handeln sicher, dass es in Übereinstimmung steht mit

  • den Erklärungen der International Labor Organization (ILO),
  • den Leitsätzen und Übereinkommen der Organisation for Economic Cooperation and Development (OECD) sowie
  • den internationalen Pakten der Vereinten Nationen zu den Grundrechten und -freiheiten der Menschen.

Mit der Volkswagen Sozialcharta, der Charta der Arbeitsbeziehungen und der Charta der Zeitarbeit, die alle konzernweit gelten, haben wir dazu eigene Rahmenwerke geschaffen (siehe „Leistung und Beteiligung“). Für den konzernweiten Umweltschutz prägend sind die konzernweit gültige Umweltpolitik sowie die ebenfalls konzernweit geltenden Umweltgrundsätze für Produkte sowie für die Produktion (siehe „Umweltpolitik“).

Volkswagen Nachhaltigkeitsorganisation

Im September 2014 trafen sich die CSR & Nachhaltigkeitskoordinatoren der Marken und Regionen in Brüssel.

Group CSR-Meeting

Aufgaben und Zusammensetzung der Leitungsgremien

Der Konzernvorstand besteht aus neun Personen. Jedem Vorstandsmitglied obliegt die Verantwortung für eine oder mehrere Funktionen, zudem tragen einige Vorstandsmitglieder auch die Verantwortung für eine Region. Der Konzernvorstand wird in seiner Arbeit unterstützt durch die Vorstände und Geschäftsführungen der Marken und Regionen sowie der übrigen Konzerngesellschaften und Beteiligungen. Der Aufsichtsrat, der den Vorstand bestellt, überwacht und berät, setzt sich gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz zur Hälfte aus Vertretern der Anteilseigner sowie zur Hälfte aus Vertretern der Arbeitnehmer zusammen. Insgesamt umfasst der Aufsichtsrat des Volkswagen Konzerns 20 Mitglieder, drei davon sind weiblich. Für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats wurden klare Vorstellungen formuliert, die auch Diversitätsziele beinhalten. So sind mindestens drei Aufsichtsratsmandate durch Personen zu besetzen, die in besonderem Maße die Eigenschaft der Internationalität verkörpern. Außerdem sind mindestens drei Aufsichtsratsmandate von Frauen wahrzunehmen, wovon wenigstens zwei auf Vertreterinnen der Anteilseigner entfallen sollen.

Nachhaltigkeitskoordination

Zur Koordination von CSR und Nachhaltigkeit hat der Volkswagen Konzern eine klare Struktur etabliert. Höchstes Nachhaltigkeitsgremium ist der Konzernvorstand, hier Nachhaltigkeitsboard genannt. Er wird vom Konzern-Steuerkreis CSR & Nachhaltigkeit mindestens zwei Mal jährlich zu Themen der unternehmerischen Verantwortung und der Nachhaltigkeit informiert. Dem Konzern-Steuerkreis gehören Führungskräfte zentraler Vorstandsbereiche, Mitglieder des Konzernbetriebsrats sowie Vertreter der Marken und Regionen an. Er tagt vier Mal jährlich, entscheidet über die strategischen Nachhaltigkeitsziele und verabschiedet den Nachhaltigkeitsbericht.
Dem Konzern-Steuerkreis CSR & Nachhaltigkeit steht die Geschäftsstelle CSR & Nachhaltigkeit zur Seite, die seit 2006 alle nachhaltigkeitsrelevanten Aktivitäten innerhalb des Konzerns und der Marken koordiniert. Zu ihren Aufgaben gehört auch der auf Konzernebene geführte Stakeholderdialog, darunter die Beziehungen zu nachhaltigkeitsorientierten Analysten und Investoren. Außerdem bestehen verschiedene aufgabenbezogene Projektteams, die bereichsübergreifend an Themen arbeiten, beispielsweise zur Nachhaltigkeitsberichterstattung oder zu Nachhaltigkeit in den Lieferantenbeziehungen. Diese Koordinations- und Arbeitsstruktur ist mit wenigen Ausnahmen auch bei den Marken des Volkswagen Konzerns etabliert und wird kontinuierlich ausgebaut. Weiter strukturiert und ausgeweitet werden konnte im Jahr 2014 das konzernweite Nachhaltigkeitsreporting, nachdem die Daten für den Konzern-Nachhaltigkeitsbericht 2013 erstmals mit einem IT-basierten Informationssystem erfasst worden waren.

Vorstandsvergütung

Koordination Umwelt, Personal und gesellschaftliches Engagement

Die Weichen für den ökologischen Umbau hat der Volkswagen Konzern bereits 2011 mit der Benennung eines Konzernbeauftragten für Umwelt, Energie und neue Geschäftsfelder gestellt. Die Umweltstrategie hat der Konzernvorstand Ende 2013 verabschiedet (siehe „Umwelt->Managementansatz“). Sie wird seither im Konzern und in den einzelnen Marken umgesetzt. Schon seit 1998 besteht die Konzern-Umweltkonferenz, zu der sich die Umweltverantwortlichen der Marken und Regionen regelmäßig treffen – zuletzt 2012, das nächste Mal im Jahr 2015. Mit dem Konzern-Steuerkreis Umwelt & Energie, der ebenfalls an das Nachhaltigkeitsboard berichtet, folgt die Koordination der Umweltthemen derselben, vorab für CSR & Nachhaltigkeit beschriebenen Struktur.
Den Rahmen für die Koordination der Mitarbeiterverantwortung definiert die Konzernabteilung Personal, die Umsetzung erfolgt dezentral. Im Jahr 2013 wurde zur Unterstützung der Konzernziele 2018 eine Personalstrategie verabschiedet (siehe „Menschen->Managementansatz“). Das gesellschaftliche Engagement liegt überwiegend in der Verantwortung der Marken, Gesellschaften und Standorte. Um weltweit eine gewisse Vereinheitlichung zu schaffen, hat der Konzern zentrale Grundsätze definiert (siehe „Gesellschaftliche Verantwortung“).