Umwelt

Vertrieb, Nutzung und Verwertung

Unsere Vorstellung einer zukunftsgerichteten und umweltorientierten Mobilität erstreckt sich über sämtliche Stufen der Wertschöpfungskette. Doch nicht nur von den Auswirkungen her betrachtet, ist die Nutzungsphase zentral. Hier entscheidet sich auch der Erfolg. Denn die Bedürfnisse der Kunden befinden sich im Wandel. Verbrauchsarme Fahrzeuge sind nur ein, wenn auch zentraler Schlüssel für eine zukunftsorientierte Mobilität mit weniger CO2. Wir wollen den Kunden deshalb ein umfangreiches Spektrum verschiedener Mobilitätsdienstleistungen bieten. Auch auf der letzten Stufe – der Verwertung von Fahrzeugen – kommt die Umweltstrategie des Konzerns zum Ausdruck.

Initiativen im Vertrieb

Die Marke Volkswagen verankert ihre „Think Blue.“-Strategie zur Steigerung der ökologischen Nachhaltigkeit schrittweise in weiteren Geschäftsfeldern: Anfang 2014 hat sie begonnen, auch die 1.200 Volkswagen Autohäuser in Deutschland in das Umweltmanagement enger einzubeziehen. Das Ziel: Bis 2020 sollen die CO2-Emissionen im Händlernetz um 25 % sinken – dies ist auch ein Beitrag zur Senkung der Betriebskosten. Bis Ende 2015 wollen wir mehr als 60 % der Autohäuser beraten haben. Unseren Ökoeffizienz-Service können alle Partnerunternehmen nutzen. In einem „Pre-Check“ erfasst die Volkswagen Händlerbauberatung Daten zum Energieverbrauch, zur Gebäudehülle und -technik sowie zum Einsatz regenerativer Energien. Aufgrund der Ergebnisse kann jeder Händler entsprechende Maßnahmen ergreifen. Den besonders umweltfreundlichen Betrieben verleihen wir das Zertifikat „Future Climate inspired by Think Blue.“. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) berät Volkswagen bei diesem Projekt. Ab 2015 weiten wir diese Initiative auf unsere 11.500 Händler außerhalb Deutschlands aus: Die „Think Blue. Dealer.“-Initiative soll bis 2018 bis zu 60 % der weltweiten Händler in Sachen Energieeffizienz beraten. Engagierte Händler erhalten das Zertifikat „Certified Think Blue. Dealer.“.
Auch Porsche hat eine Nachhaltigkeitsinitiative zur Unterstützung der Händler gestartet, um die Energieeffizienz der bestehenden Porsche Zentren zu verbessern und neue Zentren so effizient wie möglich aufzubauen. Als Werkzeuge stellt Porsche seinem internationalen Netzwerk hierfür ein umfassendes Planungshandbuch sowie ein Software-Tool zur Verfügung. Adressiert werden dabei vielfältige Bereiche der ökologischen Nachhaltigkeit – von Themen wie Wassersparen über Baukonstruktion, Gebäudetechnik und erneuerbare Energien bis hin zu Informationen zum Umgang mit Gefahrgut.

Ergänzungsmobilitätskarte

Noch sind der Reichweite von Elektrofahrzeugen technische Grenzen gesetzt. Für solche Fälle haben Volkswagen und die Euromobil Autovermietung die „Ergänzungsmobilitätskarte“ entworfen. Euromobil ist die händlereigene Autovermietung der Vertriebs- und Servicepartner des Volkswagen Konzerns und verfügt mit über 2.400 Stationen über das dichteste Netz aller Autovermieter in Deutschland. Ausleihbar sind Fahrzeuge der Marken Volkswagen, Audi, SEAT und ŠKODA.
Innerhalb der Gültigkeitsdauer der Ergänzungsmobilitätskarte können Kunden sich während der ersten drei Jahre nach dem Kauf eines unserer Elektroautos bei den teilnehmenden Euromobil-Stationen in Deutschland für besondere Anlässe kostenlos ein Ersatzfahrzeug mit konventionellem Antrieb ausleihen – bis maximal 30 Tage jährlich und inklusive eines definierten Kontingents von Freikilometern.

Volkswagen Mobilitätskarte

Als Teil des Förderprogramms „Schaufenster Elektromobilität“ der Bundesregierung begann im Juni 2014 in Hannover mit 50 Teilnehmern die erste Pilotphase der „Volkswagen Mobilitätskarte“. Die Karte soll Kunden ein integriertes Dienstleistungsangebot bieten, um Elektromobilität komfortabler und effizienter zu gestalten. So ist es mit ihrer Hilfe möglich, noch vor Fahrtantritt ausgewählte Ladesäulen und Parkplätze zu reservieren. Abgerechnet wird via Volkswagen App. Die Applikation bietet auch eine Routenplanung mit aktuellen Verkehrs- und Parkplatzinformationen, anhand derer die Kunden entscheiden können, welches Verkehrsmittel sie bestmöglich ans Ziel bringt. Der Test läuft bis Ende 2015; abhängig von den Ergebnissen werden wir die Volkswagen Mobilitätskarte regional ausweiten.

Minimaler Kraftstoffverbrauch: der ŠKODA Octavia Greenline.

Herausforderung Digitalisierung

Die zunehmende Digitalisierung und neue Mobilitätskonzepte stellen den Fahrzeugvertrieb vor neue Herausforderungen. Mit dem Institut für Automobilwirtschaft (IFA) der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) in Nürtingen-Geislingen hat die Marke Volkswagen deshalb im November 2014 das „Future Retail Lab“ ins Leben gerufen. Es soll neue Vertriebsstrategien und -konzepte für die Branche entwickeln und sie bei Volkswagen in die Praxis umsetzen.


Initiativen im Marketing

Flankierend zur Entwicklung stetig verbrauchsärmerer neuer Modelle bietet der Konzern eine breite Palette von Angeboten für eine umweltbewusste Mobilität. Dazu gehören

  • eine Produktkommunikation, die besonders effiziente Fahrzeuge und Technologien mit geringen CO2-Emissionen über sogenannte Effizienzmarken auszeichnet (siehe „Effizienzmodelle“) und über den ökologischen Fortschritt neuer Modelle gegenüber den Vorgängermodellen in Ökobilanzen und Umweltprädikaten informiert (siehe „Umweltbilanzen und -prädikate“).
  • Informationen und Aktionen, die Nutzer zu einer effizienten und gleichzeitig umweltfreundlichen Fahrweise motivieren.
  • Serviceangebote zur E-Mobilität wie Ökostromtarife oder eine Schnellladeinfrastruktur wie die „Wallbox“.

Bei den „electrified! – e-Mobilitätswochen von Volkswagen“, die im März 2014 auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof in Berlin stattfanden, nutzten 10.000 Besucher die Möglichkeit, sich über Elektromobilität bei Volkswagen zu informieren und unsere Fahrzeuge mit alternativen Antrieben bei insgesamt 6.000 Probefahrten zu testen. Im Anschluss präsentierte Volkswagen von Juli bis Oktober mit der „electrified! Tour 2014“ seine Elektromodelle in neun deutschen Städten.

In der Nutzungsphase entscheidet sich der Erfolg einer zukunftsgerichteten und umweltorientierten Mobilität.

Das Nutzen von Elektrofahrzeugen und Plug-in-Hybriden ist in Deutschland seit Januar 2015 deutlich bequemer: Die „Charge&Fuel Card“ von Volkswagen Financial Services ermöglicht Kunden von Volkswagen Pkw und Audi, Strom und konventionellen Treibstoff mit nur einer Karte zu tanken. Die Charge&Fuel Card erlaubt den Zugriff auf bundesweit mehr als 1.200 öffentliche Ladestationen von RWE, EnBW und Ladenetz. Bislang rechneten die einzelnen Anbieter jeden Ladevorgang dezentral und zu unterschiedlichen Konditionen ab. Zudem kann mit der Karte an etwa 10.000 Tankstellen regulärer Kraftstoff getankt werden. Hierfür mussten bisher bis zu 40 verschiedene Karten, Codes oder andere Authentifizierungen bereitgehalten werden. Mit dem neuen Service von Volkswagen ist nur noch eine Karte beziehungsweise eine App nötig.

Beispielrechnung für zusätzliches Einsparpotenzial durch ECO-fahrtrainings

Tabelle ansehen
  Verbrauch  Berechnung  Summe 
ohne ECO-Fahrtraining 4,6 l/100 km 1,40 €/l Diesel x 4,6 l/100 km x
90.000 km x 100 Fahrzeuge
579.600 €
mit ECO-Fahrtraining
(bei Ø 10 % Verbrauchsreduzierung)
4,1 l/100 km 1,40 €/l Diesel x 4,1 l/100 km x
90.000 km x 100 Fahrzeuge
516.600 €
Gesamtersparnis 63.000 €

Beispielfuhrpark mit 100 Fahrzeugen (Passat Variant 2.0 l TDI BlueMotion Technologie*), 36 Monate Leasing-Laufzeit mit 30.000 km/Jahr.
*CO2-Emissionen kombiniert: 120 g/km; Verbrauch in l/100 km: Innerorts: 5,6; außerorts: 4,0; kombiniert: 4,6.

Umweltbewusste Nutzung

Gleich welches Modell welcher Marke: Neben der Entwicklung stetig effizienterer Fahrzeuge entscheidet die umweltbewusste Fahrweise darüber, wie sehr Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen ebenso wie Lärm- und Luftschadstoffemissionen im Verkehr sinken. Wir unterstützen unsere Kunden dabei durch verschiedene Kurse:

  • Volkswagen und NABU bieten in Deutschland im Projekt „Umschalten – ganz einfach Sprit sparen“ unentgeltliche Spritspar-Trainings an, die in Zusammenarbeit mit lokalen NABU-Gruppen, Volkswagen Händlerbetrieben und einem professionellen Trainerteam der Volkswagen Driving Experience durchgeführt werden.
  • Bei Volkswagen direkt lassen sich „Think Blue. Eco-Training.“-Kurse in Deutschland, Hongkong und Singapur buchen.
  • Für Fahrer von Fuhrparkflotten bietet Volkswagen Financial Services gemeinsam mit der Deutschen Verkehrswacht sowie caremotion „ECO-Fahrtrainings“ an.

Im Jahr 2014 zählten die Öko-Fahrkurse von Volkswagen Driving Experience alleine rund 978 Teilnehmer. Noch konzentriert sich das Angebot der Trainings auf Deutschland und die Marke Volkswagen, wir wollen diesen Service jedoch in den nächsten Jahren konzernweit anbieten.

Ökostrom. Werden Elektrofahrzeuge mit Ökostrom geladen, fahren sie emissionsfrei. Die Marken Volkswagen, Audi und Porsche haben für ihre Kunden entsprechende Tarife entwickelt. e-up!-Fahrer können mit „BluePower“-Strom ihr Fahrzeug emissionsfrei aufladen, der Strom stammt von Wasserkraftwerken in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auch für die Hybridfahrzeuge von Porsche ist BluePower erhältlich. Und seit der Markteinführung des A3 e-tron 2014 gibt es „Audi Energie“, auch sie wird in Wasserkraftwerken in Deutschland, Österreich und der Schweiz erzeugt – dafür bürgt das „ok power“-Siegel.

Ökogas. Fahrer des Audi A3 Sportback g-tron können mit der „Audi e-gas Tankkarte“ seit März 2014 nahezu CO2-neutral fahren: Audi erfasst die von den Kunden mit der Karte bezahlten getankten Gasmengen. Über die Einspeisung eben dieser Menge von synthetisch erzeugtem, erneuerbarem Audi e-gas in das deutsche Erdgasnetz erfolgt die Ausbilanzierung der vertankten Mengen. Erzeugt wird das Ökogas in der Audi eigenen Power-to-Gas-Anlage in Werlte, die bei der Herstellung CO2-Abgase als Rohstoff verwendet (siehe „Antriebs- und Kraftstoffstrategie“).

Kraftstoff sparen mit „Think Blue. Trainer.“

Der „Think Blue. Trainer.“ ist ein Fahrerassistenzprogramm, das während der Fahrt wichtige Informationen zum aktuellen Spritverbrauch gibt und so das umweltbewusste Fahren unterstützt. Die Grundmetapher des Anzeigesystems lautet „Blau = Gut“ und „Grau = Schlecht“, die Bewertung erfolgt über den Blue Score: Fährt der Fahrer ökologisch, füllt sich der Kreis mit blauen Balken, fährt er unökologisch, dominiert das Grau. Bei einer optimalen Fahrweise lässt sich ein Blue Score von 100 erreichen. Zusätzlich bietet der Trainer dem Fahrer wertvolles Live-Feedback, indem er Hinweise zu Schaltverhalten, Geschwindigkeit und Vorausschau sowie Freilauf und Schubabschaltung gibt. Der „Think Blue. Trainer.“ ist bereits im e-up! und den up!-Modellen• mit herkömmlichem Antrieb sowie im Polo• und Passat• im Einsatz, schrittweise führen wir das Programm in weiteren Modellen ein. Darüber hinaus lässt sich der Funktionsumfang des „Think Blue. Trainer.“ durch die „Volkswagen Car-Net Think Blue. Trainer.“-App erweitern. Diese tauscht sich mit dem Fahrzeug aus und kann über das Infotainment-System bedient werden. Die App bietet unter anderem zusätzliche Motivation durch spielerische Trainingsaufgaben. Gefahrene Strecken werden automatisch abgelegt und können nach Fahrtende mit anderen Fahrten verglichen werden.


Ökologisches Fuhrparkmanagement

Gewerbliche Fuhrparks sind ein starker Hebel, um den Autoverkehr umweltverträglicher zu machen. Mehr als 60 % aller neu zugelassenen Autos sind Flottenfahrzeuge. Und sie sind in der Regel besonders viel unterwegs. Außerdem werden sie oft geleast, das heißt binnen weniger Jahre erneuert. Volkswagen Financial Services und NABU haben ein Umweltprogramm entwickelt, das es Fuhrparkmanagern erlaubt, die Umwelt zu schonen und zugleich Kosten zu senken. Seit dem Start des Programms wächst der Bestand an besonders sparsamen Fahrzeugen im Portfolio der Volkswagen Leasing GmbH. In den letzten sechs Jahren sanken so die durchschnittlichen CO2-Emissionen der Leasing-Neuzugänge bei Großkunden um 17,7 %. Dabei steigen die Anforderungen an die Konzernfahrzeuge kontinuierlich – so lag die Obergrenze 2014 bei gerade noch 110 g CO2/km und Effizienzlabel A oder A+.
Seit 2010 verleihen Volkswagen Leasing und NABU überdies jährlich den Award „Die Grüne Flotte“. Der Preis zeichnet Fuhrparkmanager für ökologisch verantwortungsvolles Fuhrparkmanagement aus. Im Jahr 2014 nahmen erstmals mehr als 100 Großkunden an dem Wettbewerb teil – ein neuer Rekord und zugleich Beweis dafür, dass umweltfreundliches Fuhrparkmanagement keine Randerscheinung, sondern in der Mitte des Flottengeschäfts angekommen ist. Ausgezeichnet wurden Unternehmen mit dem größten Anteil umweltfreundlicher Fahrzeuge des Volkswagen Konzerns in drei unterschiedlichen Fuhrparkgrößen.

Lösungen für die städtische Mobilität der Zukunft

Seit vielen Jahren werden Herausforderungen und Lösungsansätze urbaner Mobilität diskutiert. Die Schlagworte lauten: wachsende Stadtbevölkerung, Megacitys, Parkplatzmangel, Stau, Überlastung öffentlicher Personenverkehr, Digitalisierung oder Vernetzung. Die systematische Analyse dieser Herausforderungen und die Ableitung von Lösungsansätzen sind eine Daueraufgabe der Mobilitätsforschung. 2013 wurden diese Arbeiten erstmals umfassend visualisiert in dem Film „Urbane Mobilität 2030“ und publiziert. 55
Im Berichtsjahr 2014 gab es auf dieser Basis intensive Gespräche mit der Fachöffentlichkeit, beispielsweise auf der „eMobility week“ von Volkswagen in Berlin im Frühjahr wie auch auf vielen Konferenzen. Daneben hat der Volkswagen Konzern seine Aktivitäten für eine intelligente Mobilität weiter ausgebaut. Konkret zu nennen sind beispielsweise das Volkswagen CarNet mit Online-Verkehrsinformationen in ausgewählten Modellen, die Pilotprojekte „Think Blue. Share a Volkswagen.“ und die Mobilitätskarte im „Schaufenster Elektromobilität Niedersachsen“ sowie vielfältige innovative Fahrerassistenzsysteme für Serienfahrzeuge und Demonstrationen vom automatischen und pilotierten Fahren. Forschungsprojekte wie der Kreuzungslotse zur Interaktion von Fahrzeug und Ampel auf der einen Seite und standortbezogene Mobilitäts- und Verkehrsmanagementkonzepte wie die task force Verkehr Wolfsburg andererseits runden das breite Portfolio für eine intelligentere Mobilität der Zukunft ab. 56

Carsharing

„Quicar“ heißt das Carsharing-Projekt der Marke Volkswagen, das durch Volkswagen Financial Services betrieben wird: An etwa 50 Stationen in und um Hannover stehen über 200 Fahrzeuge der Marke Volkswagen (Golf BlueMotion 1.6 TDI•) zur Miete bereit. Bereits rund 12.000 Kunden sind bei Quicar registriert. Das Angebot zeichnet sich durch eine hohe Verfügbarkeit der effizienten Fahrzeuge, ein günstiges und flexibles Tarifsystem sowie ein einfaches Bedienkonzept aus. 2013 beteiligte sich Volkswagen Financial Services zudem gemeinsam mit dem Partner Pon Holdings B.V. am niederländischen Carsharing-Marktführer Collect Car B.V., besser bekannt als „Greenwheels“. „Greenwheels“ ist mit rund 2.000 Fahrzeugen der führende Carsharing-Dienstleister in den Niederlanden. Ziele sind die gemeinsame Weiterentwicklung des Geschäftsmodells und in einem späteren Schritt ein Ausrollen der Aktivitäten in weitere Länder, insbesondere in Europa. Gleichzeitig pilotiert die Volkswagen New Mobility Services Investment Company China (VW NMS), eine 100 %ige Tochter der Volkswagen Financial Services AG, seit 2014 mit VRent ein Corporate-Carsharing-Modell für Unternehmen und deren Mitarbeiter. Mit diesem für China völlig neuen Konzept wird dem Kunden der unkomplizierte, flexible und direkte Zugang zu einer umfangreichen Fahrzeugflotte diverser Kategorien ermöglicht. Ein ausschließlich nutzungsbasiertes Tarifmodell mit monatlicher Abrechnung sorgt dabei für volle Transparenz und Kostenkontrolle.
Als Teil des Förderprogramms „Schaufenster Elektromobilität“ stellt Volkswagen ausgewählten Hochschulen in Niedersachsen seit November 2014 zunächst 50 e-up! für das Carsharing zu attraktiven Konditionen bereit. Ziel ist herauszufinden, welche Erwartungen Kunden an e-Carsharing haben und welche Herausforderungen diese Nutzung beispielsweise an die Infrastruktur, Fahrzeugkomponenten oder das Geschäftsmodell stellt.

Forschungsprojekt „Kreuzungslotse“

Ziel der bis 2016 laufenden deutschen Verbundforschungsinitiative UR:BAN (Urbaner Raum: Benutzergerechte Assistenzsysteme und Netzmanagement) ist es, Fahrer von Pkw und Nutzfahrzeugen im städtischen Straßenverkehr vorausschauend, situationsangepasst und individuell zu unterstützen. Volkswagen erarbeitet im Teilprojekt „Smarte Kreuzung“ den Kreuzungslotsen: Erstmals wollen wir ein System bereitstellen, das die Fahrer mit Informationen über den nächsten Verkehrsknoten versorgt und so optimale Fahrmanöver unterstützt – um den Verkehr flüssiger und sicherer zu machen und einen weiteren Beitrag zur Senkung des Spritverbrauchs zu leisten.


Reduktion von Verkehrslärm

Die Bereitstellung individueller Mobilität bei gleichzeitiger Reduktion von Lärm ist eine gemeinschaftliche Aufgabe, der sich auch der Volkswagen Konzern stellt. Die Marke Volkswagen arbeitet intensiv daran, die Geräuschemissionen des Fahrzeugs weiter zu reduzieren. Im eigenen Akustikzentrum Wolfsburg ist die Geräuschminderung Ziel ständiger Optimierungen des gesamten Antriebsstrangs, der Aerodynamik sowie der Kontaktfläche zwischen Reifen und Fahrbahn. Bei der Erstausstattung von Neuwagen ist die Geräuschemission der verwendeten Reifen bei allen Fahrzeugen des Konzerns ein wesentliches Kriterium. Und der Volkswagen Konzern geht noch einen Schritt weiter: In Kooperation mit der Hamburger Lärmkontor GmbH (Deutschland) wurde ein Lärmtool entwickelt, das Maßnahmen zur Lärmreduzierung bewertet. Die Orientierung unserer Lärmforschung an den Betroffenen spiegelt sich auch im kontinuierlichen Austausch mit der Praxis wider. Dazu zählen die Zusammenarbeit mit Kommunen und die Beteiligung an der öffentlichen Diskussion, 2014 beispielsweise im Rahmen des „DVWG-Fachforum Verkehrslärm“.

Das Assistenzsystem „Kreuzungslotse“ soll Fahrer mit Informationen über den nächsten Verkehrsknoten versorgen, um so den Verkehr flüssiger und sicherer zu machen.

Sustainable Mobility 2.0

Als langjähriges Mitglied des World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) arbeiten wir gemeinsam mit anderen Mitgliedsunternehmen branchenübergreifend im Projekt „Sustainable Mobility 2.0“ an Lösungen für eine nachhaltige städtische Mobilität der Zukunft. Von großer Bedeutung ist neben der fachlichen Fundierung die Praxisnähe. Im abgelaufenen zweiten Projektjahr hat die Diskussion der erarbeiteten Erkenntnisse in allen sechs weltweit verteilten Modellstädten begonnen.


Aftersales und Verwertung

Die vom Volkswagen Konzern eingeführten Prozesse stellen sicher, dass unsere Fahrzeuge zu mindestens 85 % recyclingfähig und zu insgesamt 95 % verwertbar sind (entsprechend der Norm ISO 22628). Diese Quoten wurden in einem Versuch mit Fahrzeugen der Baujahre 2007 bis 2012 praktisch nachgewiesen. Unsere im Mai 2007 beschlossene Strategie zur Erreichung von Recycling- und Verwertungsquoten haben wir auch 2014 umgesetzt. Die entsprechenden Konzern- und Markenaktivitäten steuert der Lenkungsausschuss Fahrzeugrecycling.
Die aktuelle Fahrzeugentwicklung berücksichtigt bereits das spätere Recycling der Batterien von Elektrofahrzeugen, die das Leichtmetall Lithium enthalten. Hierzu hat die Marke Volkswagen Rücknahmesysteme für Batterien eingerichtet und sich sowohl am 2011 beendeten Verbundprojekt LithoRec I als auch am noch laufenden Folgeprojekt LithoRec II beteiligt: Mittlerweile wird das Recycling von Lithium-Ionen-Batterien erprobt. Seit Dezember 2013 wirken wir außerdem am Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Elektrofahrzeugrecycling 2020 – Schlüsselkomponente Leistungselektronik” (ElmoReL2020) mit. Die Projektpartner wollen bis 2016 Recyclingverfahren für wichtige Teile der Leistungselektronik von Elektrofahrzeugen erarbeiten.
Im Bereich Nutzfahrzeuge und Power Engineering steht noch vor der Verwertung das Ziel, Fahrzeugen und Anlagen durch den Austausch von Komponenten und effizienzsteigernde Nachrüstungen zu einer längeren Lebensdauer zu verhelfen. MAN Truck & Bus bereitet Altteile professionell auf und bietet sie unter der Marke MAN Originalteile® ecoline für die Fahrzeuginstandsetzung an. Das schont Ressourcen, spart Energie und senkt die Kosten um durchschnittlich 30 %. Webbasierte Trainings sind für Werkstätten über die MAN Academy buchbar. Den Kunden wird in weiten Teilen Europas zudem ein umfangreiches Portfolio an Tausch- und Ersatzteilen angeboten. Im Hinblick auf gestiegene Anforderungen an Emissionen und Umweltverträglichkeit hat MAN PrimeServ, die Servicemarke von MAN Diesel & Turbo, das Angebot an Retrofits und Upgrades kontinuierlich weiterentwickelt. Die Lösungen zur Nachrüstung werden unter dem Namen PrimeServ-Green gebündelt. Sie steigern bei Dieselmotoren, Schiffsantriebssystemen, Kompressoren und Turbinen die Effizienz und reduzieren Emissionen – ein Service, den MAN Diesel & Turbo weltweit an 116 PrimeServ-Standorten anbietet.

Volkswagen Original Teile Center

Das 1994 in Betrieb genommene und ständig erweiterte Original Teile Center (OTC) ist das größte seiner Art in Europa. Mit einer Gebäudefläche von mehr als 500.000 m2 entspricht es den Ausmaßen von 70 Fußballfeldern. Neben der Komponentenherstellung und dem Vertrieb von Originalteilen erfolgt dort auch die umfangreiche Aufbereitung gebrauchter Motoren und Getriebe und erhöht so die Lebensdauer unserer Modelle. Seit Bestehen des Original Teile Centers konnten allein 351.000 t Stahl und nahezu 49.000 t Aluminium eingespart werden.