Wirtschaft

Lokale Wertschöpfung

Die lokale Produktion in wichtigen Absatzmärkten ist ein Kernelement unserer Wachstumsstrategie. Niedrige Logistikkosten, marktgerechte Einkaufspreise, entfallende Einfuhrzölle und die Unabhängigkeit von schwankenden Wechselkursen stärken die Wettbewerbsfähigkeit unserer Marken. Gleichzeitig profitieren die Menschen in den Regionen. Wir schaffen qualifizierte Arbeitsplätze und tragen durch die Ansiedelung von Zulieferbetrieben im Umfeld unserer Produktionsstandorte zur wirtschaftlichen Entwicklung bei.

Wirtschaftliche Vorteile der Lokalisierung

Das Konzept der Lokalisierung unterstützt insbesondere auch bei der Erschließung neuer Märkte. Wir beobachten die verschiedenen Märkte und spezifischen Kundenbedürfnisse und passen unsere Produkte gemäß den lokalen Erfordernissen an. Dank des MQB können wir auf Basis weltweit identischer Plattformen regionenspezifische Modellanpassungen effizient durchführen. In China beispielsweise sind speziell modifizierte Fahrzeuge oder exklusiv für den dortigen Markt entwickelte Modelle Eckpfeiler unserer Wachstumsstrategie. Unser Produktportfolio in China umfasst heute alle Segmente vom Kleinwagen bis zum Luxussportwagen. Auch neue Fahrzeugklassen wie das SUV-Segment haben wir früh in der lokalen Produktion berücksichtigt.

Beitrag zur regionalen Entwicklung

Mit unserer Ausrichtung auf die lokale Wertschöpfung schaffen wir Arbeitsplätze in unseren Produktionsstandorten und damit verknüpft indirekt auch viele Arbeitsplätze bei Zulieferbetrieben, im Dienstleistungsgewerbe oder im lokalen Handwerk. Im indischen Pune wurden beispielsweise seit der Etablierung des Standorts der Marke Volkswagen 69 neue Zulieferbetriebe gegründet und so rund 13.500 direkte und indirekte Arbeitsplätze geschaffen. Auch die 2014 beschlossene Produktion eines neuen Geländewagens am Standort Chattanooga schafft 2.000 zusätzliche Arbeitsplätze im Werk der Marke Volkswagen sowie weitere in Zulieferbetrieben vor Ort. Dank der nachhaltigen Lieferantenentwicklungsarbeit am Standort Kaluga arbeitete am Jahresende 2014 das dortige Werk mit insgesamt 60 Lieferanten für die lokal produzierten Modelle zusammen. In China werden wir von 2014 bis 2018 mit unseren Joint-Venture-Partnern insgesamt 18,2 Mrd. € in neue Werke und Produkte investieren – und damit das größte Investitionsprogramm in der Geschichte der chinesischen Automobilindustrie schultern. Damit trägt der Konzern auch den Bestrebungen der chinesischen Regierung Rechnung, die Wirtschaft im Westen des Landes weiterzuentwickeln und auszubauen.
An unseren Standorten unterstützen wir darüber hinaus eine Vielzahl an Projekten, die soziale Entwicklung, Kultur, Bildung und Naturschutz fördern und die der regionalen Strukturentwicklung dienen (siehe „Projekte Weltweit“).

Der Volkswagen Polo wird im indischen Werk Pune gefertigt.

Fokusthema

SUVS:
Zwischen Lust und Vernunft?

In keinem anderen Pkw-Segment stieg in den vergangenen Jahren die Nachfrage so stark an wie bei den Sport Utility Vehicles (SUV). Optimale Verkehrsübersicht und ein hohes Maß an Komfort und Sicherheit machen die Geländegänger für den Kunden zum perfekten Alltagsbegleiter. Doch aufgrund ihrer Größe und des damit verbundenen Mehrverbrauchs stehen die Fahrzeuge als Spritschleudern und Klimakiller in der Kritik von Umweltschützern und Medien.

Vor allem die Entwicklung des weltweiten SUV-Segments zeigt das im Vergleich schnellste Wachstum und stellt damit jeden Automobilhersteller in puncto CO2-Konformität vor große Herausforderungen. Innovationen in den Bereichen Leichtbau und Aerodynamik, aber insbesondere der Elektrifizierung sind mehr denn je gefragt.
Jedoch muss die Elektrifizierung weiter verbreitet werden, um eine „Normalisierung“ dieser Antriebsart zu erreichen. Darüber hinaus sind reduzierte Kostenstrukturen notwendig, um damit durch deutlich sinkende Preisaufschläge die erforderliche Preisattraktivität zu erreichen. Auf dem Weg dorthin haben wir bereits Modelle wie beispielsweise Golf GTE, e-up!, e-Golf, A3 e-tron oder Cayenne S E-Hybrid vorgestellt. Die elektrifizierten Studien wie Cross Coupé GTE oder Sport Coupé Concept GTE zeigen dabei den Weg in die Zukunft. Der Volkswagen Konzern hat damit den höchsten Anteil an elektrifizierten Modellen im Produktportfolio, die sowohl Fahrspaß als auch umweltbewussten Konsum vereinen, Elektromobilität „salonfähig“ machen – und nachhaltigen Mobilitätskonzepten zum Durchbruch verhelfen.
Mit Innovationen insbesondere im Bereich Leichtbau und Aerodynamik erreichen wir weitere Effizienzsteigerungen.

Dr. Axel Kalthoff, Leiter Konzern Vertriebssteuerung

Im Vergleich zu den Vorgängern wurden die aktuellen Versionen des Volkswagen Touareg und des Audi Q7 deutlich gewichtsreduziert. Für zusätzliche Einsparungen sorgt eine kontinuierliche Weiterentwicklung unserer energieeffizienten Motoren, sodass der Touareg weniger als 10 l und der Tiguan gerade mal 5,3 l auf 100 km verbraucht.
Der Volkswagen Konzern schafft es dadurch, scheinbare Widersprüche wie die zu erreichenden Klimaziele und die gleichzeitig wachsenden individuellen Kundenanforderungen zu vereinen und sich zu seiner ökologischen Verantwortung – heute wie in der Zukunft – ausdrücklich zu bekennen.  

Das Konzept der Lokalisierung unterstützt uns bei der Erschließung neuer Märkte und leistet gleichzeitig einen Beitrag zur regionalen Entwicklung.

Beitrag zur Energiewende

Subventionen und Steuern

Für den Ausbau seiner Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung wie auch bei der Entwicklung neuer Standorte beliefen sich für den Konzern die erfolgsbezogenen Zuwendungen der öffentlichen Hand auf 993 Mio. €.
Zugleich trägt der Volkswagen Konzern dank seiner Lokalisierungsstrategie in vielen Regionen der Welt über Abgaben und Steuern dazu bei, dass staatliche und kommunale Investitionen in die Infrastruktur und das Gemeinwohl möglich sind. Unser Grundsatz: Wir zahlen Steuern dort, wo wir wertschöpfend tätig sind. Im Jahr 2014 beliefen sich die weltweiten Ertragsteuerzahlungen auf insgesamt rund 4 Mrd. €. Das entspricht einer Steuerquote von 25,2 %. Weit mehr als die Hälfte der Zahlungen entfiel auf Deutschland.