Wirtschaft

Produktverantwortung

Volkswagen verfolgt ein umfassendes Verständnis von Produktverantwortung. Neben zentralen Qualitätsaspekten und aktiver wie passiver Fahrzeugsicherheit haben wir im Rahmen des konzernweiten Umweltmanagements die Zielfelder Ressourcenschonung sowie Klima- und Umweltschutz strategisch in der Produktentwicklung verankert. Wir wollen unseren Kunden umfassende Verkehrssicherheit ermöglichen und ihnen ein breites Angebot an effizienten, bezahlbaren und alltagstauglichen Antriebstechnologien zur Verfügung stellen.

Auszeichnung „Innovationsstärkster Automobilkonzern“

Innovationsmanagement

Mit 85,6 Mrd. € investiert der Volkswagen Konzern bis 2019 eine enorme Summe in neue Modelle, umweltfreundliche Antriebe und Verbesserungen der Produktionsprozesse. Diese Investitionen sind notwendig, um uns auf globale Herausforderungen, regulatorische Anforderungen und neue Kundenwünsche vorzubereiten und unsere Innovations- und Technologieführerschaft auszubauen. Gleichzeitig wollen wir unser markenübergreifendes Innovationsmanagement effizienter gestalten und die Entwicklungsprozesse unserer Marken stärker verzahnen. Indem wir übergreifende Technologienetzwerke schaffen, vermeiden wir Parallelentwicklungen, schaffen einen effizienten Technologietransfer und können zugleich die Entwicklungskosten reduzieren. Um jedem Kunden nicht nur ein passendes, sondern auch ein umweltfreundliches Produkt anbieten zu können, treiben wir die Entwicklung von hocheffizienten, umweltfreundlichen Diesel-, Benzin- und Erdgasmotoren über innovative Hybridantriebe bis hin zu reinen Batteriefahrzeugen voran. Entscheidend für das Erreichen der Konzernziele ist unsere technologische und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, die sich unter anderem in unserer Antriebs- und Kraftstoffstrategie (siehe „Konzernweite Ansätze“) spiegelt.
Unsere Innovationen beschränken sich nicht auf effiziente Antriebe und Leichtbauweisen. Wir begreifen Mobilität als ganzheitliches Konzept und bündeln unsere Aktivitäten unter dem Begriff „Intelligente Mobilität“: Darunter verstehen wir mehr Effizienz, mehr Vernetzung, mehr Flexibilität – also ein Mehr an sicherer, komfortabler und umweltverträglicher Mobilität (siehe „Umwelt->Managementansatz“). Mit dem Volkswagen Data Lab, das 2014 in München gegründet wurde, legen wir das Fundament für neue digitale Angebote, die mit der Verarbeitung und Analyse großer Datenmengen einhergehen. Junge Start-ups und führende Wissenschaftseinrichtungen entwickeln dort gemeinsam mit Experten aus den Fachbereichen neue Ideen und konkrete Software-Prototypen für den Konzern.

Umfassende Verkehrssicherheit am Beispiel ŠKODA

Ausgezeichnet für hohes Sicherheitsniveau: der ŠKODA Fabia.

Fahrzeug- und Verkehrssicherheit

Als Automobilhersteller sehen wir uns in der Verantwortung, alle Verkehrsteilnehmer bestmöglich zu schützen. Alle unsere Aktivitäten orientieren sich hierbei an „Vision Zero“ – keine Getöteten und Schwerstverletzten in und durch Konzernfahrzeuge. Wir arbeiten daran, dass Unfälle erst gar nicht entstehen. Einen großen Beitrag hierzu leistet die aktive Unfallforschung des Volkswagen Konzerns. Sie rekonstruiert und bewertet Unfälle und leitet daraus Hinweise für die Fahrzeugsicherheit ab – Erkenntnisse, die unsere Fahrzeugentwicklung direkt beeinflussen und zu neuen nutzernahen Innovationen führen: Eine Reihe von innovativen Assistenzsystemen unterstützen den Fahrer heute dabei, Gefahrensituationen vorausschauend zu entschärfen. Intelligente Fahrerassistenzsysteme helfen ihm, Gefährdungen schneller zu erkennen oder gefährliche Situationen von vornherein zu vermeiden. Beispiele dafür sind die Automatische Distanzregelung ACC, der Spurhalteassistent „Lane Assist“ oder der Spurwechselassistent „Side Assist“ sowie der Notfallassistent „Emergency Assist“ (Einführung im Passat im November 2014) und viele weitere Fahrerassistenz- und Sicherheitssysteme. Zukünftig soll die Kollisionsvermeidung durch die Unterstützung beim Ausweichen und Bremsen ein noch höheres Maß an Sicherheit bringen. Diese aktiven Sicherheitssysteme ergänzen wir durch eine optimal ausgelegte passive Sicherheit: Besonders verformungssteife Fahrgastzellen, definierte Verformungszonen im Front- und Heckbereich sowie die möglichst crashsichere Gestaltung des Innenraums sind Belege dafür.

Die Konzernforschung erstellt unter anderem Machbarkeitsstudien für zukünftige automatisierte Fahr- und Sicherheitsfunktionen. Beispielsweise erfasst der Autopilot mittels Umfeldsensoren das komplette Fahrzeugumfeld, erkennt und interpretiert die Fahrsituation und leitet daraus der Situation angemessene Fahrmanöver ab. Diese Technologie erlaubt dem System zum Beispiel, sich sicher ohne Fahrer in Parkhäusern und auf Parkplätzen zu bewegen, und stellt dem Kunden das Fahrzeug zur Abholung an definierten Übergabepunkten bereit. Im städtischen Umfeld unterstützt die Funktion den Fahrer bei der Wahl der Geschwindigkeit und bei der Querführung in Engstellen. Auf gut ausgebauten Straßen und Autobahnen fährt das System automatisch und übernimmt die vollständige Längs- und Querführung, sodass der Fahrer sogar die Hände vom Lenkrad nehmen kann. Kommt das System in eine sicherheitsrelevante Situation, unterstützt die Funktion beim Ausweichen und Bremsen und vermindert hierdurch die Unfallschwere bzw. kann einen Unfall im Idealfall vollständig verhindern. Trotz aller ausgefeilten Assistenzsysteme bleibt der Mensch im Fahrzeug die bestimmende Instanz. Seine Sicherheit und die Sicherheit aller anderen Verkehrsteilnehmer sind die Grundlage aller Assistenzsysteme.

Die Zufriedenheit und Treue unserer Kunden erhalten wir uns nur, wenn wir ihre Erwartungen an unsere Produkte übertreffen.

Produktsicherheit

Höchste Standards bei der Produktsicherheit sind für den Konzern und seine Marken von elementarer Bedeutung. Deshalb setzen wir auf eine sorgfältige Qualitätssicherung entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Beschaffung bis zum Vertrieb. Alle Schritte der Wertschöpfungskette werden an standardisierten Prozessen ausgerichtet, die fortlaufend optimiert werden. Im Rahmen unseres Risikomanagements sorgen wir so beispielsweise bereits in der Lieferkette für höchstmögliche Qualitätsstandards. Denn die Zufriedenheit und Treue unserer Kunden erhalten wir uns nur, wenn wir ihre Erwartungen an unsere Produkte übertreffen.

Kundenzufriedenheit

Für alle Marken des Volkswagen Konzerns steht die Kundenzufriedenheit an vorderster Stelle. Markenimage, Begehrlichkeit, Kauferwägung, Produktqualität und Kommunikationswahrnehmung sind standardisierte Leistungskennzahlen, die für alle Marken als Maßstab der Kundenzufriedenheit gelten. Um die gezielte Steuerung markenwertschaffender Maßnahmen zu gewährleisten, haben wir die Konzernplattform „Group KPI“ etabliert, auf die alle Marken zugreifen können. Neben Kernindikatoren wie Absatzwachstum oder Kundenloyalität können die Marken dort auch eigene spezifische Indikatoren generieren, um die Kundenzufriedenheit kontinuierlich zu verfolgen.
Über weltweite sowie über alle Konzernmarken hinweg durchgeführte Zufriedenheitsstudien stellen wir sicher, dass Kundenwünsche ausreichend berücksichtigt und Produkt- und Prozessqualität stetig verbessert werden. Schwerpunktmäßig analysieren wir dabei die Bereiche Produkt, Service und Händler. Die durchschnittliche Bewertung für den Konzern konnten wir über die Jahre stetig verbessern. Damit sehen wir uns beim Konzernziel, führend im Bereich Kundenzufriedenheit zu werden, auf gutem Wege.
Auch innerhalb der Marken ließen sich 2014 sehr gute Ergebnisse bei der Kundenzufriedenheit verbuchen: Auf dem europäischen Markt führen alle Konzernmarken auf Rang 1 vor ihren entsprechenden Wettbewerbern und konnten überdies ihre Kundenzufriedenheiten im Vergleich zum Vorjahr steigern. Besonders die sehr gute Leistung von Porsche ist hervorzuheben. Ebenfalls auf dem chinesischen Markt zeigen sich erfreuliche Ergebnisse: Auch hier konnten alle Konzernmarken ihre Vorjahresergebnisse übertreffen. Sowohl VW, ŠKODA als auch Audi führen in puncto Kundenzufriedenheit die Rangliste vor ihren jeweiligen Wettbewerbern an. Gleichermaßen ist Volkswagen in den USA unter den Top 3. Audi liegt dort auf Rang 1 und löst somit eine höhere Zufriedenheit als seine Kontrahenten aus. In Brasilien liegen die Marken im Mittelfeld, konnten jedoch ihre Vorjahreswerte steigern.

Information und Kennzeichnung

Als Hersteller von Produkten sind die Gesellschaften des Volkswagen Konzerns verpflichtet, die Nutzer ihrer Produkte in geeigneter Weise über Gefahren zu informieren, die selbst bei bestimmungsgemäßem Gebrauch oder einem nahe liegenden Fehlgebrauch auftreten können, und sie zu warnen. Dieser Verpflichtung kommen die Gesellschaften des Konzerns mit Betriebsanleitungen und im Einzelfall mit Warnaufklebern im Fahrzeug nach. Seit 1. Dezember 2011 müssen auch in Deutschland alle produzierten Pkw mit einem gewichtsbezogenen Effizienzlabel versehen sein, das sich an der bei Haushaltsgeräten üblichen Energieverbrauchskennzeichnung orientiert und von A+ (sehr effizient) bis G (wenig effizient) reicht. Außerdem informiert das Label über den Kraftstoffverbrauch, die jährlichen Kraftstoffkosten, die CO2-Emissionen sowie die CO2-basierte Jahressteuer für Kraftfahrzeuge. Bei Fahrzeugen mit Elektroantrieb werden Angaben zum Stromverbrauch gemacht. Alle Marken stellen die Verbrauchsdaten und die CO2-Emissionen ihrer Modelle auf ihrer Website bereit. Die Verbrauchs- und Emissionsangaben zu allen in diesem Bericht genannten Modellen sind auf Seite 144 dargestellt. Die Marken Volkswagen und Audi zeichnen den ökologischen Fortschritt bei Fahrzeugen und Technologien gegenüber Vorgänger- beziehungsweise Vergleichsmodellen mit einem Umweltprädikat aus (siehe „Umwelt->Produktplanung und -entwicklung“).

Produktauszeichnungen 2014 (Auswahl)

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Auszeichnung   Modell   Institution  
Bus of the Year 2015 MAN Lion’s City GL CNG Bus Euro Test
Goldenes Lenkrad Golf Sportsvan (Volkswagen),
Passat (Volkswagen),
Macan (Porsche),
Cayman GTS (Porsche)
Bild am Sonntag/Auto Bild
Green Truck 2014 Scania G 410 VerkehrsRundschau/Trucker
Grünes Lenkrad Golf GTE (Volkswagen) Bild am Sonntag/Auto Bild
Umweltfreundlichste Autos aller Klassen eco up! (Volkswagen),
Passat 1.4 TSI EcoFuel (Volkswagen)
AUTOTEST
VCD – Top-Ten-Liste der umweltfreundlichsten Autos eco up! (Volkswagen),
Citigo CNC Green tec (ŠKODA),
Mii Ecofuel (SEAT)
Verkehrsclub Deutschland e.V.