Zahlen und Ziele

Kennzahlen UMWELT

Dieses Kapitel stellt ausgewählte Umweltdaten des Volkswagen Konzerns in aggregierter Form dar. Die Daten werden auf Basis einer konzerninternen Norm (VW-Norm 98 000) an den Produktionsstandorten ermittelt, geprüft und freigegeben. Um den Grad der Genauigkeit und die Konsistenz der gewonnenen Informationen zu erhöhen, unterliegt die Erfassung der umweltrelevanten Verbrauchs- und Emissionsdaten einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Das gilt besonders für jene Informationen, die mit Hilfe spezieller Berechnungsalgorithmen ermittelt werden müssen. Darüber hinaus können die Werte für den Dezember des zurückliegenden Jahres einen Schätzanteil enthalten, wenn sie zum Beispiel auf Abrechnungen von Energieversorgern oder Abfallentsorgern basieren, die zum Zeitpunkt der Datenerfassung noch nicht vorlagen. Diese Schätzanteile werden bei der nächsten Datenerhebung durch die dann bekannten Dezemberwerte ersetzt.
In Analogie zur unternehmensinternen Umweltstrategieverfolgung beziehen sich die abgebildeten Zeitreihen auf das Basisjahr 2010. Das aktuelle Berichtsjahr und das entsprechende Vorjahr vervollständigen den Berichtszeitraum.
Insgesamt werden die Umweltdaten von den produzierenden Standorten mit ca. 550.000 Mitarbeitern (Stand 31.12.2014) erfasst, was einem Anteil von ca. 97 % entspricht. Zudem wurden ab dem Datenjahr 2014 die Produktionsstandorte in Ningbo (Shanghai Volkswagen Automotive Company Ltd.), Foshan (FAW-Volkswagen Automotive Company Ltd.) und Foshan (Volkswagen FAW Platform Company Ltd.) in die Erfassung aufgenommen.
Wie im Geschäftsbericht von Volkswagen werden die Daten der Kategorie „Pkw und leichte Nutzfahrzeuge“ für die Jahre 2010, 2013 und 2014 ausgewiesen. Die Daten der Marken Scania AB, MAN SE, Ducati Motor Holding S.p.A. und der VW Kraftwerk GmbH werden in der Kategorie „Weitere Konzernbereiche“ berichtet.
In den Grafiken sind die jeweiligen Anteile differenziert ausgewiesen. Wenn nicht anders vermerkt, sind in beiden Kategorien alle produzierenden Standorte des Konzerns sowie die von der Volkswagen AG betriebenen Kraftwerke und Heizhäuser an den Standorten Wolfsburg, Kassel und Hannover berücksichtigt.
Der Volkswagen Konzern ist im Wesentlichen ein Automobilhersteller, der Pkw und leichte Nutzfahrzeuge sowie schwere Nutzfahrzeuge und Busse produziert. In der MAN SE werden aber auch Schiffsmotoren oder Kraftwerkskomponenten gefertigt. Wegen dieser Produktvielfalt können die gesamten Umweltauswirkungen nicht pauschal auf die Fertigungsmenge der Fahrzeuge bezogen werden. Daher erfolgt die Darstellung der relativen Kennzahlen nur für die Kategorie „Pkw und leichte Nutzfahrzeuge“. Deren Produktionsmenge belief sich im Jahr 2014 auf 10.014.282 Fahrzeuge. Zudem wurden 198.280 schwere Nutzfahrzeuge gefertigt.
Der Einfluss sich erhöhender Fertigungsmengen spiegelt sich in der Erhöhung der absoluten Werte vieler Indikatoren wider. Durch effizienzsteigernde Maßnahmen konnte jedoch bei vielen Indikatoren eine Verbesserung der spezifischen Werte erreicht werden. Zudem wirkt sich eine hohe Auslastung der Produktionsstandorte positiv auf die spezifischen Kennzahlen aus.
Relevant, aber nicht beeinflussbar sind die witterungsbedingten Einflüsse auf den Ressourcenverbrauch. Dies betrifft vor allem den Raumwärmebedarf sowohl für die Produktionsstandorte als auch für die indirekten Bereiche der Fertigung, da sich ändernde Jahresmitteltemperaturen auf die direkten Verbräuche von Energieträgern und von fremdbezogenen Energiemengen auswirken.
Die spezifischen Werte werden somit durch verschiedene Aspekte beeinflusst. Einerseits können sich die absoluten Verbräuche bzw. Emissionen verändern, andererseits beeinflussen steigende oder fallende Produktionsmengen an den einzelnen Produktionsstandorten die Kennzahlenentwicklung.

Energieverbrauch* in Mio. MWh/a

* Produktionsstandorte Konzern

Energieverbrauch* in kWh/Fzg.

* Produktionsstandorte Konzern

Im dargestellten Berichtszeitraum konnte der spezifische Energieverbrauch je Fahrzeug kontinuierlich gesenkt werden. Bedingt durch die Erhöhung der Produktionsmengen kam es zu einem Anstieg des absoluten Energieverbrauches, wobei gegenüber dem Vorjahr ein leichter Rückgang zu verzeichnen war.
Der Anteil der elektrischen Energie ist im berichteten Zeitraum kontinuierlich gestiegen, jedoch konnte durch effizienzsteigernde Maßnahmen der Anteil je gefertigtem Fahrzeug reduziert werden.
Der Wärmeverbrauch unterteilt sich in den Wärmebedarf für die Beheizung von Produktionsstandorten und deren indirekte Bereiche und in den Wärmebedarf, der für technische Prozesse gebraucht wird. Da die Raumwärme den größeren Anteil am Gesamtwärmebedarf hat, wird die Entwicklung des gesamten Wärmebedarfes durch den Witterungsverlauf stark beeinflusst.
So beeinflusste das überdurchschnittlich warme Jahr 2014 den Wärmeverbrauch positiv.
Neben diesem Einfluss führten effizienzsteigernde Maßnahmen zu einer Verringerung des spezifischen Wertes je Fahrzeug.
Die Brenngase für Fertigungsprozesse werden hauptsächlich für technische Prozesse in der Fertigung verwendet. Beispielsweise werden sie als Brennstoffe für den Betrieb der technischen Nachverbrennungen in den Lackierereien oder in den Härteöfen der Komponentenfertigung verwendet. Mit steigender Fertigungszahl steigt somit auch der Verbrauch dieser Brenngase. Durch die Umsetzung der im Konzern festgelegten Strategie zur Ressourceneinsparung konnten die Verbräuche an Brenngasen für die Fertigung, bezogen auf die Produktionsmenge, gesenkt werden.

Direkte CO2 -Emissionen SCOPE 1* in Mio. t/a

* Produktionsstandorte Konzern

Direkte CO2-Emissionen SCOPE 1* in kg/Fzg.

* Produktionsstandorte Konzern

Trotz einer gestiegenen Produktionsmenge und der Erfassung neuer Produktionsstandorte mit einem damit verbundenen erhöhten Energieverbrauch sind die direkten CO2-Emissionen seit 2010 rückläufig.
Die direkten CO2-Emissionen sind an die Verbrennung von fossilen Energieträgern gekoppelt. Eine positive Entwicklung der CO-2-Emissionsfaktoren aus der unternehmenseigenen Energieversorgung beeinflusst die Entwicklung der direkt emittierten CO2-Mengen positiv. Zudem tragen ressourcenoptimierte Fertigungsverfahren zu der positiven Entwicklung der direkten CO2-Emissionen bei.

CO2-Emissionen SCOPE 1 und 2* in Mio. t/a

* Produktionsstandorte Konzern

CO2-Emissionen SCOPE 1 und 2* in kg/Fzg.

* Produktionsstandorte Konzern

Bedingt durch die Verbrauchszunahmen bei elektrischer Energie, Wärme und Brenngasen für die Fertigung sind auch die gesamten CO2-Emissionen gestiegen. Der Anstieg der gesamten CO2-Emissionen wird jedoch durch die vermehrte Verwendung von regenerativ erzeugten Energien und die damit verbundene Verbesserung der CO2-Emissionsfaktoren begrenzt.
Über die Bewertung der Energie- und Wärmeverbräuche der Produktionsstandorte mit geeigneten CO2-Emissionsfaktoren fließen die durch die von der Volkswagen AG betriebenen Kraftwerke und Heizhäuser erzeugten CO2-Emissionen aus der Strom- und Wärmeerzeugung für die Produktionsstandorte der Volkswagen AG in die Gesamtmenge der CO2-Emissionen mit ein.
In den Darstellungen der Kohlendioxidemissionen nicht enthalten sind die Emissionen, die durch die von der Volkswagen AG betriebenen Kraftwerke als Fernwärme- und Stromlieferungen an Dritte entstehen. Für das Jahr 2014 handelt es sich hierbei um 297.371 t Kohlendioxid.
Über den abgebildeten Berichtszeitraum konnten je produziertem Fahrzeug die CO2-Emissionen kontinuierlich reduziert werden.
Die dargestellte Kategorie „Weitere Konzernbereiche“ beinhaltet auch die CO2-Emissionen aus der Fertigung von schweren Nutzfahrzeugen. Deren Anteil an den gesamten CO2-Emissionen dieser Kategorie beläuft sich auf ca. 75 %.

CO2 Äquivalente* in Mio. t/a

* Produktionsstandorte Konzern

CO2 Äquivalente* in kg/Fzg.

* Produktionsstandorte Konzern

Die Ermittlung der CO2-Äquivalente basiert auf Berechnungen unter Zugrundelegung der spezifischen globalen Erwärmungspotenziale für einzelne emittierte Kältemittel. Da diese Emissionen nicht kontinuierlich auftreten und diese nicht von der Fertigungszahl eines Standortes abhängen, kann es zu größeren Schwankungen in einer Zeitreihe kommen.

SCOPE-3-THG-EMISSIONEN KONZERN (Pkw, leichte Nfz)

Tabelle ansehen
    20142  20132 
Nr.  Kategorie  t CO2  %  t CO2  % 
1
Beschaffte Güter/Dienstleistungen
58.561.828 17,8 56.435.510 17,6
2 Produktionsmittel 10.994.208 3,3 10.018.369 3,1
3 Treibstoff/Energie 1.305.944 0,4 1.338.497 0,4
4 Transport/Distribution (U3) 3.277.6171 1,0 3.277.617 1,0
5 Betriebsabfälle 1.968.941 0,6 1.943.160 0,6
6 Dienstreisen 639.993 0,2 618.624 0,2
7 Berufsverkehr 912.283 0,3 881.823 0,3
8 Gemietete Anlagen (U3) Nicht berichtet 0,0 Nicht berichtet 0,0
9 Transport/Distribution (D4) Nicht berichtet 0,0 Nicht berichtet 0,0
10 Aufbereitung Zwischenprodukte 12.994 0,004 6.926 0,002
11 Nutzungsphase (150.000 km)5 247.176.955 75,2 243.015.544 75,6
12 Verwertung 1.748.899 0,5 1.375.646 0,4
13 Gemietete Anlagen (D4) 731.813 0,2 746.532 0,2
14 Franchise 1.550.000 0,5 1.550.000 0,5
15 Investitionen Nicht berichtet 0,0 Nicht berichtet 0,0
Summe der berichteten Scope-3-Emissionen2 328.881.475 100 321.208.248 100

1 Wert gemäß CDP-Bericht 2014 – der Wert für 2014 ist für die CDP-Berichterstattung 2015 vorgesehen.
2 Die Zahlen sind jeweils für sich gerundet; das kann bei der Addition zu geringfügigen Abweichungen führen.
3 Upstream.
4 Downstream.
5 Well-to-Wheel.

In Übereinstimmung mit den vom World Business Council for Sustainable Development und dem World Resources Institute 2011 veröffentlichten Scope-3-Standards berichtet Volkswagen CO2-Emissionen zu zwölf von insgesamt 15 Scope-3-Kategorien. Die Berechnungen haben ergeben, dass in den Emissionskategorien „Beschaffte Güter und Dienstleistungen“ sowie „Nutzungsphase“ mehr als 93 % des gesamten Scope-3-Aufkommens entstehen. Dabei basiert die Berechnung der CO2-Emissionen in der Nutzungsphase auf einem Konzernflottenwert, der den globalen Fahrzeugbestand in den vier großen Regionen (EU28, USA, Brasilien, China) repräsentiert.
Aufgrund der Relevanz der beiden genannten Kategorien wurden die Daten in diesen gesondert durch externe Gutachter von PricewaterhouseCoopers unter Beachtung des Prüfungsstandards ISAE 3000 „International Standard on Assurance Engagements“ geprüft.

CO2-Emission der Europäischen pkw-Neuwagenflotte (EU 28) des Volkswagen Konzerns in g/km

* Vorbehaltlich der offiziellen behördlichen Veröffentlichung durch die EU Kommission.Für das Jahr 2014 galt, dass 80 % der Neuwagenflotte den gesetzlich vorgeschriebenen Wert von 130 g CO2/km nicht überschreiten durften. Im Berichtsjahr betrug dieser Wert für den Volkswagen Konzern 115 g CO2/km.

Direkte NOX- und SO2-Emissionen* in t/a

* Produktionsstandorte Konzern

Direkte N0X- und SO2-Emissionen*  in g/Fzg.

* Produktionsstandorte Konzern

Es ist ein deutlicher Rückgang der NOx-Emissionen im Zeitraum 2010 bis 2014 zu verzeichnen.
Der starke Rückgang der direkten Schwefeldioxidemissionen im Jahr 2014 resultiert aus Änderungen der Besitzverhältnisse an einer Energieerzeugungsanlage.

VOC-Emissionen*   in t/a

* Produktionsstandorte Konzern

VOC-Emissionen*   in kg/Fzg.

* Produktionsstandorte Konzern

Für die VOC-Emissionen sind hauptsächlich die Lackierprozesse verantwortlich. In modernen Lackieranlagen kommen Lacke und Prozessmaterialien zum Einsatz, die weniger Lösemittel enthalten. Zudem werden während des Lackierprozesses Maßnahmen ergriffen, um emittierte Lösemittel aufzufangen bzw. zu eliminieren. Dies wird beispielsweise durch die thermische Nachverbrennung der Abluft aus den Trocknern erreicht, die dem eigentlichen Lackiervorgang nachgelagert sind. Die Ermittlung der Emissionen in die Umwelt basiert sowohl auf messtechnischen Analysen als auch auf Berechnungen.

Aufgrund der Komplexität des gesamten Lackierprozesses und der sich weiterentwickelnden Erkenntnisse bei den Ermittlungsverfahren kann es zu Anpassungen bei bereits ermittelten Emissionswerten kommen. Dies führt jedoch stets zu einem höheren Grad der Genauigkeit der erfassten Umweltdaten.
Durch den Anstieg der Fahrzeugproduktion und das damit verbundene größere Lackiervolumen kam es zu einem leichten Anstieg der absoluten VOC-Emissionen über den gesamten Berichtszeitraum. Durch die oben beschriebenen Einflussgrößen waren die Emissionen pro gefertigtem Fahrzeug im dargestellten Berichtszeitraum rückläufig.

Abfall ZUR BESEITIGUNG 1, 2     in t/a

Abfall ZUR BESEITIGUNG 2   in kg/Fzg.

Abfall ZUR VERWERTUNG1, 2    in t/a

1 In den Säulen „Nicht gefährlicher Abfall zur Verwertung“ sowie „Gefährlicher Abfall zur Verwertung“ und „Metallische Abfälle“ ist der Anteil weiterer Konzernbereiche gekennzeichnet, in den anderen Fraktionen ist er aufgrund des geringen Anteils nicht grafisch hervorgehoben.
2 Produktionsstandorte Konzern

Abfall ZUR VERWERTUNG2    in kg/Fzg.

Bedingt durch die im Berichtszeitraum gestiegene Produktionsmenge ist auch das Abfallaufkommen der gefährlichen und der nicht gefährlichen Abfälle gestiegen. Die darin enthaltenen Anteile der Abfälle zur Beseitigung konnten von ca. 31 % im Jahr 2010 auf ca. 23 % im Jahr 2014 reduziert werden. Dem gegenüber erhöhten sich die Anteile der Abfälle zur Verwertung von ca. 69 % im Jahr 2010 auf ca. 77 % im Jahr 2014. Die Erhöhung des Anteils der verwerteten Abfälle ist auch das Ergebnis der im Konzern etablierten Abfallstrategie, deren erste Stufe eine höhere Verwertungsquote zum Ziel hat. Die zweite Stufe dieser Strategie befindet sich in der Einführungsphase und hat zum Ziel, die Gesamtmengen der gefährlichen und der nicht gefährlichen Abfälle pro Fahrzeug zu reduzieren.
Die Menge der metallischen „Abfälle“, die wegen ihres hohen Wiederverwertungsgrades als Wertstoff betrachtet werden, ist in der gesamten Berichtsperiode absolut gestiegen. Gründe dafür waren die konzernweite Produktionssteigerung. Jedoch konnte die Menge an metallischen Abfällen je Fahrzeug durch verbesserte Materialausnutzungsgrade und ressourcenoptimierte Fertigungsverfahren gesenkt werden.

Frischwasser   und Abwasser*  in Mio. m3/a

* Produktionsstandorte Konzern

Frischwasser   und Abwasser*  in m3/Fzg.

* Produktionsstandorte Konzern

Mit der Zunahme der Zahl gefertigter Pkw und leichter Nutzfahrzeuge ist auch der Verbrauch an Frischwasser in den letzten fünf Jahren kontinuierlich gestiegen. In diesem Zeitraum trug der Bau von neuen Standorten wesentlich zur Verbrauchssteigerung bei. Trotz der gestiegenen Zahl der Standorte im Konzern konnte der Frischwasserverbrauch pro Fahrzeug im Berichtszeitraum um ca. 6,8 % gesenkt werden. Dies wurde durch eine Vielzahl von Recyclingmaßnahmen erreicht, unter anderem durch die Wiederverwendung von genutztem Wasser in Lackierprozessen.
Die Menge des angefallenen Abwassers zeigt einen ähnlichen Verlauf wie die des Frischwassers. Durch die verstärkte Einführung von wasserlosen Fertigungsverfahren und das Recycling von Wasser konnte die Menge von Abwasser pro gefertigtem Pkw und leichtem Nutzfahrzeug im Berichtszeitraum um ca. 10,1 % gesenkt werden. So wird beispielsweise gereinigtes Abwasser einer Verdampferanlage für die Reinigung von Hallenböden wiederverwendet.

Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB)*    in t/a

* Produktionsstandorte Konzern

Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB)*    in g/Fzg.

* Produktionsstandorte Konzern

Wegen der konzernweiten Produktionssteigerung kam es zu einem Anstieg des Abwasserparameters „Chemischer Sauerstoffbedarf“, sowohl absolut als auch je produziertem Fahrzeug. Dieser Parameter ist ein Indikator für den Verschmutzungsgrad von Abwässern.
In Abhängigkeit von dem Ort der Abwasserreinigung wird zwischen Standorten unterschieden, die das Abwasser als Indirekteinleiter zur weiteren Reinigung in die kommunale Kanalisation einleiten, bzw. den Standorten, die als Direkteinleiter eine eigene Abwasserbehandlung betreiben und das gereinigte Abwasser direkt in ein Gewässer einleiten. Am gesamten Abwasseraufkommen des Konzerns (ohne MAN SE und Scania AB) hatten die indirekt einleitenden Standorte im Jahr 2014 einen Anteil von 92 %, nach 91 % und 92 % in den Jahren 2010 und 2013.

Abwassereinleitung  in Mio. m3/a

Berücksichtigt sind Standorte der Volkswagen AG, Volkswagen Sachsen GmbH, Volkswagen Osnabrück GmbH (seit 2012) und Volkswagen Hannover GmbH.

Wasserentnahme nach Quellen   in Mio. m3/a

Berücksichtigt sind Standorte der Volkswagen AG, Volkswagen Sachsen GmbH, Volkswagen Osnabrück GmbH (seit 2012).

Umweltschutzkosten*  in Mio. m3/a

* Deutsche Standorte Volkswagen AG

Umweltschutzkosten*   in €/Fzg.

* Deutsche Standorte Volkswagen AG

Es werden die Umweltschutzkosten der deutschen Standorte der Volkswagen AG dargestellt.
Sowohl die Investitions- als auch die Betriebskosten für den Umweltschutz sind im Berichtszeitraum gestiegen. Diese Tendenzen spiegeln sich auch in den Umweltkostenanteilen je gefertigtem Fahrzeug wider.
Volkswagen differenziert die Ausgaben für Umweltschutzmaßnahmen in „Investitionen sowie Betriebskosten für den fertigungsbezogenen Umweltschutz“. Von den Gesamtinvestitionen zählen lediglich die Positionen zu den Umweltschutzinvestitionen, die mit der alleinigen oder überwiegenden Zielsetzung des Umweltschutzes getätigt werden. Hierbei unterscheidet man zwischen additiven bzw. integrierten Investitionen. Additive Umweltschutzmaßnahmen sind separate, vom übrigen Produktionsprozess getrennte Anlagen. Sie können dem Fertigungsprozess vor- oder nachgelagert sein. Im Gegensatz zu den additiven Umweltschutzeinrichtungen wird bei den integrierten Maßnahmen bereits während der Entstehungsphase des Produktes die Umweltbelastung vermindert. Im Jahr 2014 lag der Umweltschwerpunkt im Bereich des Gewässerschutzes.
Die ausgewiesenen Betriebskosten betreffen ausschließlich produktionsbezogene Umweltschutzmaßnahmen, die das Schutzgut „Umwelt“ vor schädigenden Einflüssen bewahren helfen, indem sie Emissionen des Unternehmens vermeiden, verringern oder beseitigen. Zu den Betriebskosten zählen beispielsweise Ausgaben für den Betrieb von Anlagen, die dem Schutz der Umwelt dienen, sowie Ausgaben für nicht anlagenbezogene Maßnahmen. Die Schwerpunkte lagen im Jahr 2014 in den Bereichen Gewässerschutz, Abfallwirtschaft und Luftreinhaltung.

Partikelemissionen Konzern Deutschland (Gesamtstaub)   in t/a

Partikelemissionen Konzern Deutschland (Gesamtstaub)   in kg/Fzg.

Die Entwicklung der Staubemissionen in der Kategorie „Pkw und leichte Nutzfahrzeuge“ an den deutschen Produktionsstandorten des Konzerns steht unter anderem im Zusammenhang mit der Produktionssteigerung. Des Weiteren wurden an einem Produktionsstandort kurzfristige, überdurchschnittliche Emissionswerte festgestellt, die mit geeigneten Maßnahmen inzwischen wieder gesenkt wurden.

Standorte NAHE Naturschutzgebieten

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Standort   Abstand (km)   Fläche* (ha)  
Braunschweig (D): Oker 0,8 53
Poznań, Logistik (PL): Dolina Cybiny 2,7 30
Chemnitz (D): Zwönitz 2,5 21,3
Poznań, Gießerei (PL): Fortyfikacje-w-Poznańiu 6,7 40
Dresden (D): Mühlberg 1 8,3
Poznań, Produktion (PL): Dolina Cybiny 0,6 40
Ehra-Lessien (D): Vogelmoor 3,9
Mlada Boleslav, Produktion (CZ): Radouci 1,2 212
Emden (D) 0,9 400
Vrachlabi, Produktion (CZ): Krkonose 1,1 23
Hannover (D): Leine 0,75 118
Kvasiny, Produktion (CZ): Uh inov-Benàtky 5 42
Ingolstadt (D): Standort Übungsplatz 3,8 200
Martin, Komponente (SK): Malá Fatra < 5 12,4
Kassel (D): Fuldatal 1,6 280
Bratislava, Produktion (SK): Moravy < 2 178
Leipzig (D): Tannenwald, Strohgäu 0 20
Palmela, Produktion (POR): Arrabida 3,5 24,5
Neckarsulm (D): Jagst, Kocher 0,1 95
Barcelona, Produktion (ES): Llobregat 3,6 39,3
Osnabrück (D): Mausohr, Belm 5,45 36,1
Martorell, FE, Produktion (ES): Llobregat 0,85 800
Salzgitter (D): Heerter See 7,5 280
Pamplona, Produktion (ES): Pena de Etxauriy 15 163
Stuttgart (D): Max-Eyth-See 0,75 28,8
Prat, Komponente (ES): Llobregat 0,7 15,5
Weißach (D): Enztal, Stuttgarter Bucht 0,05 84,9
Brüssel, Produktion (B): Verrewinkel-Kinsendael 3 44
Wolfsburg (D): Barnbruch 0,2 800
Györ, Komponente (HU): Göny i homokvidék < 1 30
Zwickau (D): Zwickauer Muldetal 0,1 180
Crewe (UK): West Midlands Moor 5,7
Polkovice, Komponente (PL): Jelonek 7,9
Polkovice, Sitech (PL): Jelonek 3,2

* Fläche = Fläche des Produktionsstandorts.

Angegeben sind Produktionsstandorte der Marke Volkswagen in Deutschland und Europa, in deren Nachbarschaft Schutzgebiete gemäß Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) liegen.